Do. Mai 26th, 2022

München: Viele Corona-Schnelltests erkennen eine Infektion mit der Omikron-Variante nicht.
Darauf hat der Virologe Oliver Keppler im BR-Interview hingewiesen. Sein Institut an der Ludwig-Maximilians-Universität München habe neun häufig verwendete Tests geprüft. Dabei sei festgestellt worden, dass nur zwei Tests eine Infektion erkannt haben, allerdings nur bei einer hohen Virenlast. Noch schlechter ist das Ergebnis zu Beginn einer Infektion, wenn noch wenige Viren im Körper vorhanden sind. Da erkennen die Tests nur jede zehnte Infektion. Keppler warnte davor, die Schnelltests als Freifahrtschein zu nutzen. Seit gestern kann man nur dann einen kostenlosen PCR-Test durchführen lassen, wenn man einen positiven Schnelltest vorweisen kann. Vor diesem Hintergrund ist unklar, ob die leicht gesunkene Corona-Inzidenz als Zeichen der Entspannung gewertet werden kann. In Bayern liegt der Wert bei etwa 1.800, deutschlandweit bei rund 1470. – BR

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