Do.. Jan. 15th, 2026

Manching / Lindach – Am Samstagabend, um 23.43 Uhr, befuhr ein 23-jähriger Autofahrer zusammen mit seinem 22-jährigen Beifahrer, beide aus dem Lkr. Pfaffenhofen, mit seinem Mercedes A220 die Ortsverbindungsstraße von Manching/Westenhausen in Richtung Lindach.

Obwohl nach bisherigem Erkenntnisstand die Lichtzeichenanlage für den Bahnübergang funktionierte und rotes Blinklicht zeigte, fuhr der 23-jährige trotz des mit vollem Tempo herannahenden Zuges über den Bahnübergang. Beim Überqueren des unbeschrankten Bahnüberganges stieß die von Ingolstadt kommende Regionalbahn trotz sofort eingeleiteter Notbremsung frontal in die rechte Seite des Pkw, der durch den Anstoß ca. 25 Meter weit in die angrenzende Böschung geschleudert wurde. Der Zug selbst kam nach etwa 600 Metern zum vollständigen Stillstand. Beide Insassen des Pkw verstarben vermutlich direkt beim Zusammenprall mit dem Zug. Während die 15 Zuginsassen samt Zugbegleiterin unverletzt blieben, erlitt der 50-jährige Lokführer einen schweren Schock und musste ärztlich behandelt werden. Neben der Bundespolizei waren von der DB ein Notfallmanager und ein Nottechniker vor Ort. Die Feuerwehren aus Manching und Westenhausen unterstützten vor allem bei der Bergung der Personen aus dem komplett zerstörten Pkw, sowie bei der Räumung der Unfallstelle, zumal die Wrackteile des Pkw weit über 100 Meter verstreut worden waren. Durch den Einsatzleiter der Polizei wurde noch vor Ort die Staatsanwaltschaft Ingolstadt verständigt, die u.a. die Sicherstellung des Fahrzeuges anordnete. Sämtliche Zuginsassen wurden von der Feuerwehr und dem DB-Personal zum nächsten Bahnhof nach Ernsgaden begleitet, wo es dann mit einem eingerichteten Schienenersatzverkehr weiter ging. Die Angehörigen der beiden verstorbenen Fahrzeuginsassen wurden unter Hinzuziehung des Kriseninterventionsteams (KIT) noch in der Nacht vom Unfall in Kenntnis gesetzt. Um kurz nach 05 Uhr war die aufwendige Bergung des Pkw beendet und die Unfallstelle vollständig geräumt. Auch der Bahnverkehr konnte wieder frei gegeben werden, nachdem bei einer Überprüfung vor Ort an den Schienen kein Schaden festgestellt werden konnte. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen insgesamt auf fast 300.000,- €.

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