Mi. Jun 19th, 2024

Gegenwärtig keine Hinweise auf die Beteiligung eines Bären

München – Im Grenzgebiet der Landkreise C/Miesbach zu Österreich wurden am 22.04.2023 zwei tote Schafe und in unmittelbarer räumlicher Nähe ein totes Reh gefunden. Ein Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer hat jeweils die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen.
Die äußeren Verletzungen des Rehs weisen ausschließlich Spuren eines Wolfes oder Hundes auf. Anhand der Erstdokumentation der äußerlichen Verletzungen der Schafe vor Ort sind gegenwärtig keine Hinweise auf die Beteiligung eines Bären auszumachen. Die Kadaver der Schafe wurden für eine Zweitdokumentation (amtliche Sektion) sichergestellt. Konkrete Erkenntnisse werden nach dem Abschluss der Zweitdokumentation und von der Analyse der genetischen Spuren erwartet.

Am 21.04.2023 wurde im Landkreis Berchtesgaden zwei Schafe tot aufgefunden. Dieses Ereignis wurde ebenfalls von einem Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer vor Ort begutachtet. Anhand der Erstdokumentation der äußerlichen Verletzungen vor Ort kann die Beteiligung eines Wolfes gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden.

Konkrete Erkenntnisse werden in allen Fällen nach dem Abschluss der Zweitdokumentation und von der Analyse der genetischen Spuren erwartet. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) rät allen Nutztierhaltern der Regionen, ihre Tiere vor Übergriffen z. B. mit einer wolfsabweisenden Zäunung zu schützen.

Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, werden durch den Freistaat Bayern ausgeglichen.
Weitere Informationen dazu bietet das Internetangebot des Bayerischen Landesamts für Umwelt: Ausgleichszahlungen und Schadensermittlung

Hinweise zu Wolf, Bär und Luchs melden Sie bitte an das Bayerische Landesamt für Umwelt, Fachstelle Große Beutegreifer,
Tel. 09281 1800-4640 (täglich von 10 bis 16 Uhr),
Mail: fachstelle-gb@lfu.bayern.de.

Bayerisches Landesamt für Umwelt

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