Mo. Aug 2nd, 2021

Eichstätt, 13. April 2021 (upd) – Am Donnerstag, 15. April, geht die Vortragsreihe „Transfer neu denken“ der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) in die vierte Runde: Prof. Dr. Sabine Maasen (Hamburg) spricht zum Thema „Integrative Wissenschaft: Das unmögliche Projekt“.
Organisiert und durchgeführt wird die Vortragsreihe durch das Projekt „Mensch in Bewegung“ im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“. In sieben Vorträgen diskutieren international renommierte Forschende tradierte Rollenverständnisse, gesellschaftliche Erwartungen sowie neue Ansätze und Perspektiven für den Austausch von Wissenschaft und Gesellschaft.

Mit Partizipation, Nachhaltigkeit oder Responsivität verknüpft sich der stets erneuerte Anspruch, zur Lösung komplexer Problemlagen gesellschaftliche Akteur*innen mit ihrem Wissen und ihren Werten in die Forschung einzubeziehen. Darüber hinaus engagieren sich neuerdings Hochschulen in der Leistungsdimension Transfer, um ihre Wissenschaft mit ihrem gesellschaftlichem Ökosystem in den Austausch zu bringen – ebenfalls mit immer neuen Konzepten. Das wissenschaftspolitische Konstrukt Großer Herausforderungen plausibilisiert diese Dynamik zwar, beruhigt sie jedoch nicht. Das liegt nicht zuletzt an den inhärenten Spannungen integrativer Wissenschaft, die auch die Versuche der hochschulischen Institutionalisierungen dieses Anspruchs nicht unberührt lässt.

Sabine Maasen (*1960) ist Professorin für Wissenschafts- und Innovationsforschung an der Universität Hamburg. Nach dem Studium der Soziologie, Linguistik und Psychologie an der Universität Bielefeld promovierte und habilitierte sie in der Soziologie. 2001 nahm sie einen Ruf auf die Professur für Wissenschaftsforschung/Wissenschaftssoziologie an der Universität Basel an. Zuletzt war sie an der TU München tätig, wo sie seit 2013 den Lehrstuhl für Wissenschaftssoziologie innehatte und Direktorin des Munich Center for Technology in Society war. Sie ist Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats Deutschland sowie der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsens.

Anmeldung und Teilnahme
Die Veranstaltungsreihe findet online statt und wird über das Videokonferenz-Tool Zoom sowie über die YouTube- und Facebook-Kanäle der KU übertragen. Teilnehmende, die sich aktiv an der Diskussion beteiligen möchten, sind gebeten, sich vorab auf der Webseite der Veranstaltungsreihe anzumelden: https://mensch-in-bewegung.info/event/tnd/

Zum Projekt „Mensch in Bewegung“:
„Mensch in Bewegung“ ist ein gemeinsames Projekt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Technischen Hochschule Ingolstadt. Mit Partnern aus Wirtschaft, Politik, und Zivilgesellschaft bauen die Hochschulen ein regionales Netzwerk für den Wissensaustausch in den Themenfeldern innovative Mobilität, digitale Transformation, nachhaltige Entwicklung und bürgerschaftliches Engagement auf. Das Projekt wird im Rahmen der Förderinitiative „Innovative Hochschule“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Bayern mit rund 15 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert. – Katja Ossiander, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

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