Kiew: Die Ukraine hat Ungarn und der Slowakei Erpressung vorgeworfen. Kiew verwies auf die Drohung der beiden EU-Nachbarländer, die Notstromlieferungen in die Ukraine zu stoppen. Wegen der russischen Angriffe ist Kiew darauf angewiesen.
Ungarns Ministerpräsident Orban und sein slowakischer Amtskollege Fico wollen die Stromlieferungen kappen, sollte Kiew nicht bis morgen die russischen Öltransite durch die Ukraine wieder ermöglichen. Die Ölflüsse über die Druschba-Pipeline, die nach Ungarn und in die Slowakei fließen, sind seit Ende Januar unterbrochen. Laut Kiew liegt das an einer defekten Pumpstation, die durch einen russischen Drohnenangriff zerstört wurde. Budapest und Bratislava bezweifeln das. Fico und Orban, die zu Moskau enge Beziehungen unterhalten, werfen Kiew vor, das russische Öl absichtlichlich nicht durch die Pipeline fließen zu lassen. – BR
