Do. Mai 26th, 2022

New York: Angesichts der Krieges in der Ukraine ist die UN-Vollversammlung erstmals seit rund 40 Jahren zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen.
Der ukrainische UN-Botschafter Kyslyzja hat die russische Invasion als Gefahr für den Weltfrieden und die Demokratie bezeichnet. Wenn die Ukraine nicht überlebe, dürfe man sich nicht wundern, wenn die Demokratie als nächstes scheitere. Die Ukraine zahle jetzt den höchsten Preis für ihre Freiheit und Sicherheit und die der ganzen Welt, so Kyslyzja. Der russische UN-Botschafter Nebensja bezeichnete den Angriff auf die Ukraine erneut als Spezialoperation des Militärs, die der Verteidigung von zwei Gebieten diene. Dies werde jedoch stets falsch dargestellt. Russland habe die Feindseligkeiten nicht begonnen und wolle den Krieg beenden. UN-Generalsekretär Guterres rief die Konfliktparteien auf, den Weg des Dialogs offen zu halten. Wir brauchen jetzt Frieden, sagte er.

UN rechnen mit bis zu vier Millionen Kriegs-Flüchtlingen
Angesichts des Krieges in der Ukraine richten sich die Vereinten Nationen darauf ein, bis zu vier Millionen Flüchtlinge versorgen zu müssen.
Nach Angaben von UN-Flüchtlingshochkommissar Grandi sind bisher bereits rund 520.000 Menschen in umliegende Länder geflohen – unter anderem nach Polen, Ungarn und auch nach Russland. Davon, dass auch viele Menschen aus der Ukraine nach Deutschland kommen, geht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht aus. Aufgrund der überwältigenden Aufnahmebereitschaft der an die Ukraine angrenzenden Staaten dürften die meisten dort bleiben, sagte ein Behördensprecher. Das Bundesamt stimme sich aber schon jetzt eng mit den Ländern ab, um die Verteilung der in Deutschland eintreffenden Kriegsflüchtlinge sicherzustellen. – BR

Kommentar verfassen