Berlin: Die Frage, ob Deutschland einen europäischen Atomwaffen-Schutzschirm anstreben soll, entzweit die Union. Der CDU-Verteidigungsexperte Röwekamp unterstützt Bundeskanzler Merz, der dazu strategische Gespräche mit Frankreich führt.
Röwekamp sagte der Augsburger Allgemeinen, Deutschland müsse bereit sein, mehr Verantwortung zu übernehmen. Es gehe nicht um einen Ersatz der nuklearen Schutzgarantien der USA, sondern um eine europäische Ergänzung innerhalb der Nato. Außenminister Wadephul hatte sich dagegen in der ARD zurückhaltend geäußert. Es gebe schon genug Atomwaffen in der Welt, sagte der CDU-Politiker. Der Außenpolitiker Röttgen vertrat die Ansicht, dass zunächst die konventionelle Aufrüstung in Gang kommen muss, bevor man sich Gedanken über einen Atomschirm macht. Atomwaffen seien – so wörtlich – „unendlich teuer“, ihre Anschaffung würde viele Jahre dauern. Zudem verbiete die rechtliche Lage jeden Gedanken daran. – BR
