Berlin: Die aktuellen Äußerungen von Bundesarbeitsministerin Bas zur Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag stoßen auf Kritik bei der Union.
Der Chef des CDU-Sozialflügels Radtke hat dem Kölner Stadt-Anzeiger gesagt, er fände es fragwürdig, getroffene Verabredungen nach kurzer Zeit öffentlich in Frage zu stellen. Bas hatte in einem Interview die Sinnhaftigkeit der mit der Union vereinbarten Attestpflicht grundsätzlich angezweifelt. Zum Beispiel könne es passieren, dass ein Arbeitnehmer mit einem leichten Infekt zum Arzt gehe und mit einer Krankschreibung für eine Woche zurückkomme. Bas verwies auf die Ausnahmen für tarifgebundene Unternehmen von der Attestpflicht. Dabei stelle sich dann die Frage, ob man bei, so wörtlich „95 Ausnahmen“ die Regelung überhaupt noch brauche. – BR
