Berlin: Die Sozialverbände VdK und Caritas kritisieren die von der Bundesregierung geplante Aktivrente. Die Präsidentin des VdK, Bentele, geht davon aus, dass die Mehrzahl der älteren Berufstätigen nicht davon profitieren würde. Diese seien oft entweder selbstständig oder Minijobber.
Selbstständige seien aber vom Steuerfreibetrag von monatlich 2.000 Euro ausgeschlossen und Minijobber arbeiteten meist sowieso schon steuerfrei. Bentele geht deshalb davon aus, dass dem Fachkräftemangel damit kaum entgegengewirkt werde. Die Caritas bemängelt darüber hinaus, dass die Steuervorteile der Aktivrente zu Lasten von jüngeren Generationen gingen. Präsidentin Welskop-Deffaa erklärte, während Ältere sich etwas steuerfrei dazuverdienen könnten, würden etwa junge Eltern bei jedem Euro, den sie mehr verdienten, in die volle Steuerprogression rutschen. – BR
