Frankfurt am Main: Sport-Staatsministerin Schenderlein hat Überlegungen bekräftigt, Verbänden mit geringen Medaillenchancen bei internationalen Wettkämpfen die Unterstützung zu kürzen.
Bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds verteidigte sie einen entsprechenden Gesetzesentwurf und sagte, es gehe um Priorisierung und um die Frage, ob man wirklich alle mitnehmen könne. Im Koalitionsvertrag sei vereinbart, das deutsche Fördersystem grundlegend neu aufzustellen, so die CDU-Politikerin. Vorgesehen ist eine Spitzensportagentur, mit der die Bundesregierung den Einfluss des organisierten Sports begrenzen will. Kritik kam von DOSB-Präsident Weikert. Er sagte, der Sport sei mit 29 Millionen Mitgliedern die größte Bürgerbewegung im Land. Daher sollten keine Pläne ohne oder gegen den Sport gemacht werden. Bei der Versammlung beschloss der DOSB auch den weiteren Fahrplan für eine deutsche Olympiabewerbung. Im September soll feststehen, welche Stadt oder Region ins Rennen geht. – BR