Berlin: Als Alternative zu Datenanalyse-Produkten des US-Unternehmens Palantir hat das Bundesamt für Verfassungsschutz eine französische Software gekauft.
Das berichten WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung. Die neue Software soll dabei helfen, große Datenmengen für die Terrorismusbekämpfung und Spionageabwehr auszuwerten. Die Software sei in der Lage, Personenzusammenhänge und Netzwerke schneller und besser zu erkennen, heißt es. Nach Angaben des Verfassungsschutzes werden regelmäßig Marktsichtungen betrieben, um Firmen und Produkte kennenzulernen. Öffentlich will sich die Behörde aber zu den Recherchen nicht äußern. In Bayern verwendet die Polizei schon seit längerem die amerikanische Software Palantir bei ihrer Arbeit – allerdings in einer abgewandelten Version. Kritiker befürchten, dass man sich beim Einsatz von Palantir zu sehr von der US-Regierung abhängig macht und diese Zugriff auf die Daten haben könnte. – BR
