Eichstätt/Ingolstadt, (upd) – Vorträge, Ausstellungen und VeranstaltungenDiversity Day 2026 an der KU1. –
Am Dienstag, 19. Mai, beteiligt sich die KU am Standort Eichstätt mit einem Aktionstag am Diversity Day. In einem „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren sich von 11 bis 14 Uhr vor der Mensa Anlaufstellen aus der Region und der Universität. Ab 14.30 Uhr gibt es einen Online-Vortrag von Nina Savarini, Beauftragte für Studierende mit Behinderungen, chronischen Krankheiten und Beeinträchtigungen an der KU, zum Thema „Studieren mit Beeinträchtigung: Nachteilausgleich und Unterstützungsmöglichkeiten“. Der Link zum Vortrag findet sich unter: www.ku.de/unileben/unileben/familienfreundliche-ku/diversity-day
2. – Um 18 Uhr referiert Dr. Hanna Haag vom Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen über „Who Cares? (Akademische) Sorgearbeit und die Strukturen in der Wissenschaft“. Wissenschaft zeichnet sich durch starke Leistungsorientierung und Bestenauslese aus. Kennzahlen und Exzellenzstrategien gewinnen im Wettbewerb um wichtige Ressourcen mehr und mehr an Bedeutung. Hochschulen entwickeln sich dabei in Richtung wirtschaftlich orientierter Organisationen, die ein bestimmtes Bild des idealen Wissenschaftlers voraussetzen: stets einsatzbereit, uneingeschränkt engagiert und unempfindlich gegenüber Überlastung – oft männlich konnotiert. Diesem Ideal steht die Wirklichkeit jedoch entgegen. Denn auch Wissenschaft kommt nicht ohne Sorgearbeit aus, die in den wissenschaftlichen Bewertungssystemen aber selten anerkannt wird. Der Vortrag zeigt auf, wie Sorgeverhältnisse in wissenschaftliche Strukturen eingelagert sind und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Der Vortrag findet im ehemaligen Kapuzinerkloster in Raum KAP-018 statt. Es ist auch eine Online-Teilnahme möglich. Anmeldung an: diversity@ku.de
Von der Sensibilität für den Boden zur Sensibilität für Gaia und wieder zurück
Im Geographischen Kolloquium der KU spricht am Dienstag, 19. Mai, Dr. Anna Krzywoszynska von der University of Oulu in Finnland zum Thema „From sensitivity to soil to sensitivity to Gaia, and back again“. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
Im Anthropozän, so Soziologe und Philosoph Bruno Latour, müsse Politik zu einer Aushandlung mit den verflochtenen und unvorhersehbaren Folgen menschlicher und nichtmenschlicher Akteure werden – einer kollektiven Einheit, die er „Gaia“ nennt. Die verbreitete Trennung zwischen „passiver“ Natur und „aktivem“ Menschen gilt dabei als zentrales Hindernis für notwendige gesellschaftliche Transformationen. Daraus ergibt sich die Frage, wie relationale Ontologien gefördert werden können und wie kollektives Handeln auf dieser Grundlage aussehen könnte. Die Beziehung des Menschen zum Boden bietet ein konkretes Feld, um solche relationalen Ontologien zu untersuchen. Der Vortrag beleuchtet Formen der Entfremdung vom Boden sowie Möglichkeiten der Wiederverbindung, inspiriert von Bruno Latour und Mario Blaser. Alternative Landwirtschaftsbewegungen wie die regenerative Landwirtschaft werden dabei als wichtige Orte verstanden, um kollektives Handeln in Beziehung zur übermenschlichen Welt neu zu denken. Der Vortrag findet in der ehemaligen Reitschule, Kardinal-Preysing Platz 1, in Raum eRS-101 statt und beginnt um 18:00 Uhr.
Starting Up: Personal Insights from Founders at KU
Am Dienstag, 19. Mai, laden das Projekt „Mensch in Bewegung“ an der KU und das Gründungshub Oberbayern ein zum Informations- und Austauschabend „Starting Up: Personal Insights from Founders at KU“. Erfolgreiche Gründer aus dem KU-Netzwerk gewähren persönliche Einblicke in ihren unternehmerischen Werdegang und sprechen offen über Motivation, Herausforderungen sowie darüber, was es wirklich braucht, um am Ball zu bleiben. Die Veranstaltung findet im Georgianum (Hohe-Schul-Straße 5) in Ingolstadt im Foyer statt und beginnt um 18 Uhr.
Vortragsreihe „Frauen in der Geschichte“: Frühmittelalterliche Wundererzählungen von, an und mit Frauen
Die Fachgruppe Geschichte der KU organisiert im Sommersemester eine Vortragsreihe zum Thema „Frauen in der Geschichte: Weibliche Lebenswelten von der Antike bis zur Neuzeit“, um ein oft vernachlässigtes, aber zentrales Thema der historischen Forschung ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Frauen haben in allen Epochen der Geschichte eine entscheidende Rolle gespielt, doch ihre Leistungen und Lebensrealitäten finden häufig nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Die Vorträge beleuchten sowohl bekannte Persönlichkeiten als auch das Alltagsleben von Frauen in unterschiedlichen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontexten. Ziel ist es, die historische Vielfalt und Komplexität weiblicher Erfahrungen sichtbar zu machen und ein Bewusstsein für die Bedeutung von Geschlechterperspektiven zu fördern.
Am Dienstag, 19. Mai, spricht Andrea Hauff von der Universität Stuttgart zum Thema „Frühmittelalterliche Wundererzählungen von, an und mit Frauen“. Wundererzählungen waren als historische Quellen lange vernachlässigt und unterschätzt, bis sie im Zuge der neuen Sozial- und Kulturgeschichte als wertvoll für Fragestellungen nach sozialen Beziehungen, Alltag und Geschlecht erschlossen wurden. Neue Untersuchungsfelder aus dem Bereich der Disability Studies, der Umweltgeschichte und der Human-Animal Studies sind hinzugekommen. Insbesondere für das quellenarme Frühmittelalter bieten Wundererzählungen daher aufschlussreiche Einblicke in weibliche Lebenswelten und dies auch über die privilegierte Sphäre von adligen Frauen hinaus. Exemplarisch hierfür werden im Vortrag die Vita der Lioba von Tauberbischofsheim und die Monheimer Walpurgiswunder in den Blick genommen. Neben einer quantitativen Auswertung werden auch einzelne darin enthaltene Wundererzählungen im Detail vorgestellt und diskutiert, um die Quellen möglichst selbst sprechen zu lassen. Der Vortrag findet im Raum UA-030 in der Zentralbibliothek statt und beginnt um 18 Uhr.
Ringvorlesung: Zukünfte erfinden: Von Frankenstein zur KI
Im Rahmen der Ringvorlesung „Zukünfte erfinden: Von Frankenstein zur Künstlichen Intelligenz“ findet am Donnerstag, 21. Mai, ein Vortrag von Prof. Eileen Hunt von der US Universität Notre-Dame statt zum Thema „Voices of the Created: Sympathy, Agency, and Moral Failure in Frankenstein and Ai Ethics“. Vortragssprache ist Englisch.
Die Veranstaltung konzentriert sich auf die zweite Hälfte von „Frankenstein“ und stellt die Erzählung des Geschöpfs in den Mittelpunkt der ethischen Analyse. Durch die Untersuchung des Berichts des Geschöpfs über seine Bildung, sein Leiden und seine Ausgrenzung geht der Vortrag der Frage nach, ob seine Geschichte moralisches Mitgefühl verdient und wie Mary Shelley sie nutzt, um die Urteile der Leser über Monstrosität, Gewalt und Verantwortung herauszufordern. Unter Herstellung von Bezügen zur zeitgenössischen KI-Ethik werden Fragen der Handlungsfähigkeit, des moralischen Status sowie der Folgen von Verleugnung, Vernachlässigung und Angst in Mensch-Maschine-Beziehungen erörtert. Der Vortrag findet um 16:15 Uhr im Georgianum (Hohe-Schul-Straße 5) in Ingolstadt in Raum GEOG-101 statt.
Workshop: Gemeinsam Mehrwert stiften
Am Donnerstag, 21. Mai, lädt das Projekt „Mensch in Bewegung“ zum Workshop „Gemeinsam Mehrwert stiften: Projekte als Brücke zwischen Universität & Region“ ein. In vielfältigen Projekten haben Teams der KU regionale Organisationen bei strategischen Fragen unterstützt. Dabei ist umfangreiches Erfahrungswissen zu Methoden, Qualitätskriterien, Rollen und Erfolgsfaktoren entstanden. Der Workshop bringt erstmals beteiligte Akteurinnen und Akteure zusammen, um das Potenzial dieser Transferprojekte für die Region zu reflektieren, Qualitätsmerkmale zu identifizieren und bewährte Vorgehensweisen zugänglich zu machen. Ziel ist eine gemeinsame Ausarbeitung, die Transferprojekte konzeptionell schärft, Qualität sichert und Orientierung für zukünftige Projekte bietet. Der Workshop findet im Georgianum (Hohe-Schul-Straße 5) in Ingolstadt im Foyer statt und beginnt um 13 Uhr. Es wird um Anmeldung per Mail gebeten: johannes.kellner(at)ku.de
Eichstätter Fachtagung zu Ökonomie und Recht der Sozialunternehmen
Die Fakultät für Soziale Arbeit lädt am 21. und 22. Mai zur Fachtagung „Ökonomie und Recht der Sozialunternehmen“ ein. Neues Jahr, neue Köpfe, neue Wege – deshalb liegt der Fokus der Fachtagung 2026 auf dem Thema „Aktuelle Impulse für die Sozialwirtschaft“. Mit Fachworkshops zu den Themenfeldern „BTHG – nach der Reform ist vor der Reform“, „Jugendhilfe morgen“ und „Langzeitpflege innovativ“ wird das Spannungsverhältnis zwischen Personalknappheit, Finanzierung, Digitalisierung und Optionen für alternative soziale Dienstleistungsmodelle adressiert. Impulsvorträge und ein Kamingespräch geben Grundlagen und Denkanstöße für die gemeinsame Diskussion. Die Tagung beginnt am 21. Mai um 10 Uhr im Priesterseminar in Eichstätt. Der Diskussionsabend (Kaminabend) findet im Holzersaal der Sommerresidenz am Donnerstag, 21.05.2026 statt. Das genaue Programm findet sich unter: https://www.ku.de/fsa/veranstaltungen/sozialtagung
Dr. Christian Klenk, KU Eichstätt-Ingolstadt
