Mi. Dez 8th, 2021

Landrat Peter von der Grün positioniert sich zu Polderplänen

Neuburg – Maßlos enttäuscht zeigte sich Landrat Peter von der Grün nach der Vorstellung der neuen Studie des Landesamtes für Umwelt (LfU) am Montag zum Hochwasserschutz an der Donau. Der Flutpolder Bertoldsheim nimmt dabei nach Aussage von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) als einer von neun Standorten eine zentrale Rolle ein.
Im Koalitionsvertrag von 2018 hatten CSU und Freie Wähler vereinbart, auf die Rückhalte an der Landkreisgrenze sowie in Eltheim und Wörthhof bei Regensburg zu verzichten. Baubeginn in Bertoldsheim soll 2032 sein. Eine endgültige Entscheidung, wie die LfU-Studie umgesetzt wird, soll das Bayerische Kabinett laut Glauber noch in den nächsten Wochen treffen. Damit habe man dem politischen Druck der Unterlieger nachgegeben, vermutet von der Grün. Die Studie hatte das Kabinett nach Forderungen aus Niederbayern, das in der Vergangenheit mehrmals von Donau-Hochwassern schwer betroffen war, in Auftrag gegeben. Beim Hochwasserschutz gelte das Solidarprinzip sagte Minister Glauber und kündigte einen Austausch mit betroffenen Landräten, Bürgermeistern und Interessensvertretern kommenden Montag im Kloster Weltenburg an. „Mit der klaglosen Akzeptanz des bereits fertig gestellten Polders Riedensheim haben wir in der Region bereits die viel strapazierte Solidarität bewiesen und Verantwortung für den Hochwasserschutz übernommen. Der Vertragsbruch ist daher nicht akzeptabel. Es sprechen zahlreiche fachliche Gründe gegen den weiteren Polder in unmittelbarer Nähe. Dies werden wir auch bei den weiteren Dialogveranstaltungen deutlich machen“, betont Landrat Peter von der Grün. – Sabine Gooss, Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen

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