Do. Mai 19th, 2022

Berlin: Der gesuchte ehemalige Wirecard-Vorstand Marsalek soll angeblich in Moskau untergetaucht sein und möglicherweise noch dort leben.
Das berichtet die Bild-Zeitung. Ihren Recherchen zufolge sind deutsche Behörden auch schon länger darüber informiert: Der russische Geheimdienst FSB habe dem Moskauer Büro des Bundesnachrichtendienstes BND Anfang des Jahres 2021 angeboten, den Gesuchten zu treffen und zu befragen. Das BND-Büro habe die Anfrage an die Zentrale in Berlin weitergeleitet, aber keine Antwort erhalten. Laut Bild-Zeitung informierte die BND-Zentrale zwar das Bundeskanzleramt über das Angebot zur Befragung, nicht aber die bayerischen Strafverfolgungsbehörden, die gegen Marsalek ermitteln. Ein Sprecher der Bundesregierung wollte der Bild-Zeitung gegenüber zu dem Vorgang nicht Stellung nehmen. Marsalek wird vorgeworfen, als Wirecard-Vorstand Scheingeschäfte in Milliardenhöhe verbucht zu haben. – BR

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