Do. Okt 21st, 2021

(Werbung) – Das MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) World of Warcraft ist eines der erfolgreichsten Videospiele aller Zeiten. Das Spiel wurde bereits 2004 von Entwickler Blizzard auf den Markt gebracht und hat bis heute eine Fangemeinde von mehreren Millionen Menschen, die sich regelmäßig in Azeroth treffen.
Zudem hat Blizzard mit seinem Abo-Modell einen Weg gefunden, in einer kriselnden Zeit eine neue Einkommensquelle für die Produzenten von Videospielen zu eröffnen. Während die meisten anderen Entwickler zur damaligen Zeit mit Raubkopien und anderen Problemen zu kämpfen hatten, schuf Blizzard mit WoW ein Konzept, das selbst beste Online Casinos neidisch machen würde. Jeder Spieler musste eine Gebühr von knapp 10 Euro im Monat bezahlen, um Zugang zu den Servern zu bekommen.
Doch auch wenn World of Warcraft immer noch ein extrem beliebtes Spiel ist, scheint es nun hinter den Kulissen zu kriseln. Zwei wichtige Entwicklungen könnten dafür sorgen, dass der König der MMORPGs nach jahrelanger Dominanz nun seine Position abgeben muss.

Zum einen steckt der Entwickler Activision Blizzard im größten Skandal der Firmengeschichte, und zum anderen stehen bereits mehrere heiße Konkurrenten in den Startlöchern, um jeden abwandernden Spieler sofort aufzufangen. Wir werfen einen genaueren Blick auf die Hintergründe der Situation um Blizzard und World of Warcraft.

Was ist los bei Activision Blizzard?
Der Entwickler von World of Warcraft, Blizzard, wurde vor einigen Jahren vom Unternehmen Activision aufgekauft, wodurch sich eine der größten Softwareschmieden der Welt bildete. Das Unternehmen ist für zahlreiche Hits verantwortlich, die einige der beliebtesten Videospiele  aller Zeiten umfassen.

Doch während das Unternehmen finanziell so erfolgreich ist wie nie zuvor, kann dies über das Image von Activision Blizzard nicht gerade gesagt werden. Der Spieleentwickler ist nämlich in einen riesigen Skandal  verwickelt. Nach Aussagen zahlreicher Mitarbeiter herrsche in den Büros des Unternehmens eine stark sexistische Atmosphäre.

Die Berichte beschreiben ein Arbeitsumfeld, in dem Frauen weniger Wertschätzung und Respekt erfahren als ihre männlichen Kollegen. Diese seien bei der Arbeit oft betrunken oder spielten Videospiele, während sie ihre Aufgaben an weibliche Mitarbeiter abtraten. Zudem soll es zu mehreren Fällen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz gekommen sein.

Die Daten von Activision Blizzard bestätigen zudem, dass männliche Angestellte insgesamt deutlich besser verdienen und zudem regelmäßig den Vorzug bei Beförderungen erhalten. Alle diese Meldungen traten mitten während der Me Too-Bewegung ans Licht, daher war das Timing für das Unternehmen alles andere als ideal.

Könnte der Skandal gar das Ende für WoW bedeuten?
Der Skandal um Activision Blizzard hat bereits starke Spuren bei World of Warcraft hinterlassen. Zahlreiche Spieler sprangen ab und weigern sich, weiterhin Spiele von diesem Entwickler zu nutzen. Aufgrund der hohen Bekanntheit des Falles in den Medien wird World of Warcraft mittlerweile als ein Exempel verwendet, um gegen Ungleichheiten in der Arbeitswelt zu demonstrieren.

Deshalb direkt vom Ende für World of Warcraft zu sprechen, wäre allerdings verfrüht. Das Spiel hat nach wie vor eine enge und treue Fangemeinde von mehreren Millionen Menschen. Viele von ihnen verbringen auch heute noch mehrere Stunden am Tag damit, Abenteuer mit ihren Freunden in der Welt von Azeroth zu meistern. Dies wird sich so schnell nicht ändern, auch wenn eine große Anzahl von Spielern WoW den Rücken gekehrt hat.

Die Konkurrenz schläft nicht
Dennoch muss auch Activision Blizzard erkennen, dass die Konkurrenz keineswegs schläft. Es gibt mittlerweile viele andere MMORPGs, die ebenfalls beachtliche Marktanteile bestreiten konnten. Im Folgenden stellen wir einige der beliebtesten Online-Rollenspiele vor, welche die größten Konkurrenten für World of Warcraft darstellen.

The Lord of the Rings Online
Auch Fans von Tolkien können seit einiger Zeit Abenteuer in einer virtuellen Welt im Internet erleben. The Lord of the Rings Online ist eines der wenigen MMORPGs, welches sich gegen World of Warcraft behaupten und eine respektable Anzahl an Abonnenten gewinnen konnte. Auch wenn es niemals an den finanziellen Erfolg von WoW herankam, wird The Lord of the Rings Online regelmäßig von einer großen Menge an Spielern besucht und ist auch aufgrund seiner heroischen Game-Musik  beliebt.

Final Fantasy XIV
Noch erfolgreicher ist aktuell das MMORPG Final Fantasy XIV. Interessanterweise wurde dieses Spiel bereits im Jahr 2010 veröffentlicht, musste aber lange Zeit auf seinen großen Durchbruch warten. Am Anfang wurde das Spiel aufgrund von schlechter Kritiken und zahlreichen negativen Berichten der Spieler sogar wieder vom Markt genommen. Allerdings hörte Entwickler Square Enix auf seine Fans und nahm weitreichende Änderungen an Final Fantasy XIV vor.
Die Neuveröffentlichung kam wesentlich besser an und zählt heute zu den größten und erfolgreichsten MMORPGs auf dem Markt. Gerade in Folge des Skandals um Activision Blizzard wechselten viele Spieler zu diesem Titel.

The Elder Scrolls Online
Der Name The Elder Scrolls dürfte jedem Fan von Rollenspielen ein Begriff sein. Hierbei handelt es sich um eine der ältesten Serien von Rollenspielen, zu der Klassiker wie Oblivion, Morrowind und zuletzt Skyrim gehören. Logischerweise war es nur eine Frage der Zeit, bis ein MMORPG aus diesem Universum erschien.
The Elder Scrolls Online ist das Ergebnis, und auch dieses Spiel ist einer der beliebtesten Vertreter des Genres. Es gab bereits einige fantastische Erweiterungen, welche den Spielern neue Inhalte und Aufgaben präsentierten und die Geschichte weitererzählten. Auch The Elder Scrolls Online profitierte durch die Krise von World of Warcraft.

New World
Ein besonders aufregender Eintrag im Genre der MMORPGs ist New World. Bei diesem neuen Spiel von Amazon Games handelt es sich um ein Online-Rollenspiel, welches Ende 2021 erscheinen soll und einiges anders macht als die Konkurrenten. Das Gefühl von Gemeinschaft soll bei diesem Spiel wesentlich stärker vertreten sein als bei den oben vorgestellten Titeln. So sollten die Spieler zum Beispiel in Fraktionen Punkte auf der Karte erobern können, welche ihnen dann Vorteile im Spiel verschaffen.

Bereits vor der Veröffentlichung herrscht ein regelrechter Hype um New World, da zahlreiche Streamer das Spiel schon in der Beta-Phase testen konnten. Nach Aussage der meisten von ihnen könnte es sich bei New World um den endgültigen Nachfolger von World of Warcraft handeln, welcher dem Klassiker endlich die Vormachtstellung auf dem Markt entreißt.

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