Sa. Jan 28th, 2023

• Regionaler Arbeitsmarkt: Insgesamt ruhiger Jahresausklang
• Anstieg saisonal bedingt
• Bürgergeld löst ab Januar Arbeitslosengeld II ab

Ingolstadt – „Unter Berücksichtigung der zahlreichen negativen Begleitumstände, wie Ukrainekrieg, Inflation, Preissteigerungen und nach wie vor nicht in allen Bereichen stabilen Lieferketten, kann das Dezemberergebnis unseres regionalen Arbeitsmarktes als durchaus zufriedenstellend eingestuft werden. Die Gesamtentwicklung des Jahres setzte sich im Dezember fort. Auch der witterungsbedingte saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit fällt bislang moderat aus“, fasst Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die Entwicklung für den letzten Monat des Jahres 2022 zusammen.

Zum Jahresausklang waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 6.988 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet dies einen vor allem jahreszeitlich
bedingten Anstieg um 261 Betroffene. Der Zuwachs um 929 Beschäftigungssuchende gegenüber Dezember 2021 beschränkt sich weit überwiegend auf den Bereich der Grundsicherung.
Die Arbeitslosenquote pendelt sich bei guten 2,4 Prozent ein. Vor Jahresfrist lag sie bei 2,1 Prozent.

Stellenmarkt
Insgesamt 4.294 offene Arbeitsstellen, 321 weniger als im November, aber 204 mehr als noch vor einem Jahr, waren den Vermittlungsfachkräften der Agentur für Arbeit Ingolstadt im zu Ende gegangenen Berichtsmonat zur Besetzung gemeldet: „Die Deckung
des Kräfte- und Fachkräftebedarfes bleibt auch 2023 ein ganz zentrales Thema“, so Johannes Kolb.

Bürgergeld
Ein wichtiges Datum für die Jobcenter in der Region ist die Einführung des Bürgergeldes zum 1. Januar 2023. Für diejenigen, die bis jetzt Leistungen zur Grundsicherung beziehen, bringt diese Reform eine Reihe grundlegender Verbesserungen. Die Grundsicherung wird weiterentwickelt und an die Veränderungen des Arbeitsmarktes sowie die Lebensumstände der Menschen angepasst. Mit dem Bürgergeld werden die dauerhafte Integration in Arbeit und die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen durch Qualifizierung und Berufsausbildung stärker in den Fokus gerückt. Mit der Einführung des Bürgergeldes zu Jahresbeginn erhöhen sich auch die Regelsätze.

Der Arbeitsmarkt im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen:

Im Stadtgebiet Ingolstadt hat sich die Zahl der arbeitslosen Menschen im Berichtsmonat Dezember um 13 Personen auf insgesamt 2.690 Betroffene leicht erhöht (Vorjahr: 2461 Personen). Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 3,3 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent). Aktuell gibt es 1.358 gemeldete unbesetzte Stellen, 136 weniger als im Vormonat.

Im Landkreis Eichstätt stieg die Arbeitslosigkeit zum Ende des Jahres – auch saisonal bedingt – an. Zum Stichtag waren 1.439 Personen auf Arbeitssuche, 124 mehr als im Vormonat, 253 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote beträgt Ende Dezember
1,9 Prozent (Vormonat: 1,7 Prozent, Vorjahr: 1,5 Prozent). 1.104 Arbeitsstellen und damit 85 weniger als im November, sind den Vermittlungsfachkräften als vakant gemeldet.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosenquote mit 2,5 Prozent im Dezember gegenüber dem Vormonat November um 0,2 Punkte angestiegen (Vorjahr: 1,8 Prozent). Zum Stichtag wurden 1.432 Personen als arbeitslos gezählt, 113 mehr als im Vormonat, 367 mehr als noch vor einem Jahr. 760 Arbeitsstellen sind als vakant gemeldet, 74 weniger als im Vormonat, 24 mehr als vor Jahresfrist.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen ist zum Ende des Jahres 2022 etwas angestiegen. Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten hat sich um elf Personen auf 1.427 erhöht. Gegenüber dem Dezember des Vorjahres bedeutet dies einen Zuwachs um 80. Die Arbeitslosenquote verbleibt wie im November bei 1,9 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent). Das Arbeitsplatzangebot umfasst 1.072 offenen Stellen und damit 26 weniger als im Vormonat. Im Dezember 2021 waren zum Vergleich 1.071 offene Stellen gemeldet. – Peter Kundinger, Agentur für Arbeit Ingolstadt

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