Mo. Apr 15th, 2024

Buxtehude – Seit rund zwei Jahren ist nicht nur Deutschland von einem akuten Mangel an Medikamenten betroffen. Schnelle Hilfe scheint nicht in Sicht zu sein. Die Lösungsansätze in der Europäischen Union sind langfristig angelegt. Wie können sich Patienten selbst helfen?

Bisherige Maßnahmen wirken nicht nachhaltig
Die Angst kennen mittlerweile viele Patienten: Sie legen in der Apotheke ein Rezept vor und die Apothekerin zuckt mit den Schultern. Das Medikament ist gerade nicht vorrätig und wann es wieder geliefert wird, steht in den Sternen. Dabei geht es häufig nicht nur um ein spezielles Arzneimittel, sondern um alle Präparate mit einem bestimmten Wirkstoff.

Die Politik bemühte sich schon 2023 um eine Verbesserung der Versorgungslage, was sich jedoch als wenig nachhaltig erwies. Anfang dieses Jahres lockerte die  bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach  den Import für weitere Medikamente. Doch auf lokaler Ebene lässt sich das Problem offenbar nicht lösen. Betroffen sind nicht nur wichtige Antibiotika, sondern auch sogenannte Bagatellmittel wie Hustensaft.

Unveränderte Situation
Obwohl der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach Besserung versprach, war davon im Winter 2023/24 nicht viel zu sehen. Wer auf der Suche nach dringend benötigten Medikamenten ist, muss Eigeninitiative zeigen. Es ist nicht so, dass es keine Arzneimittel gibt, sie sind nur nicht immer am richtigen Ort. Eine Alternative zu den stationären Apotheken sind Online-Anbieter wie  Sanicare.

Hier können Patienten schnell abfragen, ob das benötigte Arzneimittel lieferbar ist. Sie sparen dadurch zeitraubende Wege zu den Apotheken in der Umgebung. Im Internet lassen sich auch Rezepte einfach und bequem einlösen. Die Lieferung erfolgt normalerweise schon am nächsten Tag. Versandapotheken müssen in Deutschland die gleichen Qualitätsstandards erfüllen wie der Laden um die Ecke. Dazu gehört auch ein umfangreiches Beratungsangebot.

Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff finden
Eine andere Lösung, dem Medikamentenmangel zu begegnen ist, auf ein anderes Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff auszuweichen. Hier ist eine gute Beratung durch den Apotheker wichtig. Patienten können sich jedoch auch selbst informieren. Dafür stehen auf dem Smartphone mehrere Medikamenten-Apps zur Verfügung.

Sie haben weitere interessante Funktionen, mit denen der Nutzer an die Einnahme seiner Arzneimittel erinnert wird. Zudem erlauben die Programme die Führung eines Medikamenten-Tagebuchs. Bei der Wahl der richtigen App sollten Nutzer auf den Datenschutz achten. Hier sammeln einige Anwendungen mehr Daten, als unbedingt nötig sind.

Lieferengpässe bleiben ein langwieriges Problem
Ein Mangel an wichtigen Arzneimitteln existiert nicht nur in Deutschland. Es handelt sich um ein gesamteuropäisches Problem. Die Ursache liegt in der Vergangenheit. Das Problem begann, als die heimischen Hersteller ihre Produktion nach Asien verlagerten, um Kosten zu sparen. Lange hatte die daraus entstandene Abhängigkeit keine Auswirkungen auf die europäische Versorgung.

Dies hat sich inzwischen schmerzlich verändert. Weltweit sind in den letzten Jahren Lieferketten zusammengebrochen. Aktuell scheint sich die Lage zwar zu entspannen, aber keiner kann die Garantie geben, dass damit die schlimmsten Probleme gelöst sind. Die Route für Waren aus Asien führt durch das Rote Meer, das aktuell von den Huthi-Rebellen aus dem Jemen  unsicher gemacht wird. Bisher macht es nicht den Anschein, dass sich die Terroristen schnell militärisch besiegen lassen.

Fazit
Engpässe an Arzneimitteln könnten auch in den kommenden Jahren auftreten. Wer darauf angewiesen ist, sollte in die Suche nach dem gesuchten Präparat auch Online-Angebote nutzen. Wirklich Entspannung ist erst in Sicht, wenn die EU die Produktion wieder zurück nach Europa gebracht hat. Der Aufbau einer entsprechenden Industrie wird mehrere Jahre dauern. – René Quacken, performanceLiebe

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