Fr. Sep 24th, 2021

Eichstätt/Ingolstadt (upd) – Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, virtuelle Realitäten oder New Work – wo bleibt der Mensch angesichts der rasanten Entwicklungen der vergangenen Jahre? Hass und Hetze im Netz, Fake News in den Sozialen Medien – was können wir dagegen tun? Nachhaltig Leben und Bauen – wie funktioniert das in der Praxis? Diese und andere Fragen sollen im Rahmen der neue Gesprächsreihe „transfer.talk“ diskutiert werden, die am 16. Juni startet. Organisiert wird die Reihe durch das Wissenstransfer-Projekt „Mensch in Bewegung“, das von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) und der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) gemeinsam durchgeführt wird.

In vier Talkrunden sprechen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis über aktuelle und kontroverse Themen, um diese aus ganz unterschiedliche Perspektiven zu beleuchten. Interessierte Personen sind dazu eingeladen, sich im Zwiegespräch zwischen den Disziplinen mit den Diskutanten aus Wissenschaft und Praxis aktiv zu beteiligen, um möglichst unterschiedliche Perspektiven und Blickwinkel in die Diskussion einzubringen.

Zum Auftakt am 16. Juni geht es um das Thema „Migration in digitalen Öffentlichkeiten“. Digitale Öffentlichkeiten sind inzwischen zu etablierten Räumen politischer Aushandlungsprozesse geworden. Wer Gehör finden will, kommt nicht an den sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram vorbei. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass der Ton in sozialen Medien rau ist, beleidigend, bis hin zu hasserfüllt. Einige skandalisieren eine vermeintliche Cancel Culture und rufen „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ Andere problematisieren, dass in sozialen Medien Radikalisierung, Verschwörungsmythen, Hass und Hetze Verbreitung finden. Im Gespräch diskutieren Dr. Simon Goebel (Zentrum Flucht und Migration, KU) und Prof. Dr. Klaus-Dieter Altmeppen (Lehrstuhl Journalistik II, KU), wie die Mechanismen der Meinungsbildung in digitalen Öffentlichkeiten verlaufen und welche Gefahren der Manipulation und des Populismus dort wie bei den traditionellen Medien bestehen. Es soll zugleich aber auch um Lösungsstrategien gehen.

Am 30. Juni schließt an den Auftakt der Reihe eine Gesprächsrunde zum Thema „Gaming“ an. Zwei Wochen später, am 14. Juli, wird die Reihe mit dem Thema „Nachhaltiges Bauen“ fortgesetzt. Die Diskussion zum Abschlusstermin vor der Sommerpause, am 21. Juli, dreht sich rund um das Thema „New Work“.

Die Diskussionsrunden findet jeweils von 17.30 bis 19 Uhr statt und werden online übertragen. Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Verbände oder Vereine sowie alle Interessierten sind dazu eingeladen, sich mit Fragen, Wortbeiträgen oder weiteren Diskussionspunkten aktiv in die Gespräche einzubringen. – Katja Ossiander, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

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