Do. Dez 8th, 2022

Bauminister Bernreiter und Digitalministerin Gerlach: „Bauanträge können ab sofort bequem und einfach online gestellt werden“

– Einführung des digitalen Bauantrags ab 1. Dezember
– Positive Erfahrungen an bisher teilnehmenden Behörden
– Analoge Antragstellung weiterhin möglich

München – Mehr Bürgerfreundlichkeit, weniger Bürokratie: In der Stadt Fürstenfeldbruck können Bauanträge ab 1. Dezember 2022 auch digital eingereicht werden. Damit bietet eine weitere Untere Bauaufsichtsbehörde den vom Bayerischen Bauministerium in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Digitalministerium entwickelten digitalen Bauantrag an. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter: „Die Digitalisierung ist eine große Chance für unsere Kommunen. Bauanträge können dank des digitalen Verfahrens viel einfacher gestellt werden. Die Planer sparen sich das mehrfache Ausdrucken der Pläne und den Behörden wird die Arbeit erleichtert. An den bisher teilnehmenden Ämtern in Bayern ist das Verfahren schon sehr gut angelaufen. Ich freue mich, dass nun vier weitere Ämter dazukommen.“

Neben der Stadt Fürstenfeldbruck können ab dem 1. Dezember 2022 auch am Landratsamt Kulmbach, am Landratsamt Neumarkt i.d.Opf. und bei der Stadt Schwabach digitale Anträge eingereicht werden.

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach betont: „Der digitale Bauantrag nimmt Fahrt auf. Es ist großartig, dass nun mit der Stadt Fürstenfeldbruck eine weitere Untere Bauaufsichtsbehörde diesen zeitgemäßen digitalen Bürgerservice anbietet. Damit bauen wir Barrieren für die Antragsteller ab und modernisieren die Bearbeitung der Anträge. Das ist fortschrittlicher Dienst am Kunden. Hier ist die kommunale Ebene gefordert, entsprechende Angebote zu machen, so dass hoffentlich bald die Beantragung dieser äußerst wichtigen Leistung in ganz Bayern möglich ist.“

Herr Oberbürgermeister Erich Raff: „Wir freuen uns sehr, dass wir als eine der ersten Großen Kreisstädte in Bayern den digitalen Bauantrag bereits in diesem Jahr anbieten können. Damit schaffen wir die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger in Fürstenfeldbruck, ihre Unterlagen ab Dezember noch einfacher im Bauamt einreichen zu können. Wir sehen als Stadtverwaltung große Chancen in der Digitalisierung und bieten kontinuierlich mehr digitale Dienstleistungen an. Mein besonderer Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit großer Einsatzbereitschaft an der Umsetzung des digitalen Bauantrags mitgewirkt haben.“

Der digitale Bauantrag für Bayern ist vom Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mit Unterstützung des Staatsministeriums für Digitales entwickelt worden. Zum 1. März 2021 ist er an den Unteren Bauaufsichtsbehörden der Landratsämter Ebersberg, Hof, Kronach, Neustadt an der Waldnaab und Traunstein gestartet. Seitdem sind auch die Landratsämter Augsburg, Pfaffenhofen an der Ilm, Straubing-Bogen, Cham, Main-Spessart, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Altötting, Aschaffenburg und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Kitzingen, Kempten und Schwandorf dazugekommen. Insgesamt sind an den 18 Behörden schon über 4.000 digitale Anträge eingereicht worden. Ziel ist, den Anwendungsbereich sukzessive auszudehnen, bis der digitale Bauantrag flächendeckend in Bayern zur Verfügung steht. Die bisherige „analoge“ Antragstellung bleibt aber auch weiterhin möglich.

Die technische Umsetzung des digitalen Bauantrags erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleistungszentrum des Freistaats Bayern. Intelligente elektronische Formulare, sogenannte „Online-Assistenten“, helfen den Nutzern beim Ausfüllen. Je nach Angabe können weitere Eingabefelder und ganze Seiten ein- und ausgeblendet werden. Auf einzureichende Bauvorlagen wird ausdrücklich hingewiesen, dadurch werden Bauanträge vollständiger und die Bearbeitungszeiten reduziert. Zudem ermöglicht es der digitale Bauantrag dem Planer, seine ohnehin in einer Software-Anwendung entworfene Planung ohne Datenverluste einzureichen. – Simon Schmaußer, Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

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