Fr. Dez 9th, 2022

Sanften Naturtourismus stärken

München – Die Fördermöglichkeiten für eine naturverträgliche Besucherlenkung und attraktive Naturerlebnisse werden deutlich erweitert. Das teilte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München mit: „Die Suche nach Schätzen der heimischen Natur soll noch attraktiver werden.
Ziel der neuen Förderung ist es, den Menschen bayernweit die Natur näher zu bringen. Mit der Ausweitung der Fördermöglichkeiten wird der freie Zugang zu unseren Naturschätzen gesichert. Wir wollen den Trend zur Natur vor der Haustüre aktiv fördern, neue Angebote schaffen und dabei sensible Arten und Lebensräume sichern. Insbesondere der Schutz der Moore spielt eine herausragende Rolle.“ Die möglichen Fördermaßnahmen können flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse in den Regionen angepasst werden. Sie reichen von Türmen zur Vogelbeobachtung an den bayerischen Seen, Holzbohlenwegen am Rande von Mooren oder Konzepten zur Besucherlenkung und erläuternden Infotafeln. Das Umweltministerium stellt für das Themenfeld Besucherlenkung und Naturerlebnis zukünftig jährlich 10 Millionen Euro zur Verfügung. Förderanträge können von Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden, Kommunen und Naturparken gestellt werden. Der Fördersatz beträgt im Regelfall 70 Prozent.

Über die neue Förderrichtlinie wird auch der Schutz der Moore weiter gestärkt. Natürliche Moore sind Hotspots der Artenvielfalt und speichern in ihrem Torfkörper enorme Mengen Kohlenstoff. Werden Moore entwässert, wird allerdings der Torfboden zersetzt und klimaschädliches Kohlendioxid entweicht in die Atmosphäre. Deshalb sollen Moore wiedervernässt werden und hierzu Großprojekte in den Moorregionen Bayerns angeschoben werden, beispielsweise im Königsauermoos im Landkreis Dingolfing-Landau.

Grundlage für die Förderung sind die neu gefassten Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien des Umweltministeriums (LNPR). Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten der LNPR sind verfügbar unter: www.stmuv.bayern.de/lnpr.htmBayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

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