Di. Apr 16th, 2024

Mehr als die Hälfte raucht unter 18 Jahren
Berlin – In Deutschland rauchen in den letzten Jahren nicht nur mehr Erwachsene. Auch die Jugend greift vermehrt zu Tabakprodukten. Besonders in so jungen Jahren kann das Rauchen von Zigaretten massive Auswirkungen auf die Gesundheit und die Entwicklung haben. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, präventive Maßnahmen zu setzen. Verbote rund um Tabakwerbung werden bereits EU- sowie deutschlandweit immer strikter und umfassender.

Dennoch gelangen Tabakprodukte trotz all dieser Vorkehrungen in die Hände jener Personen, für die sie eigentlich strengstens untersagt sind: Jugendliche unter 18 Jahren. Wie Heranwachsende an diese Produkte kommen ist die eine Frage, ihre Gründe dafür die andere, denn bekanntlich schmecken verbotene Früchte am besten. Im Zuge einer aktuellen Umfrage von Cenuswide1 im Auftrag des Online-Händlers VapeGlobe wurden nun 500 deutsche Raucher:innen im Alter von 18 bis 25 Jahren befragt, wann und vor allem warum sie das erste Mal zur Kippe griffen.

Berlin, am 26.03.2024. „Stress, Gruppenzwang und rauchende Eltern sind die häufigsten Gründe, wieso Jugendliche zu rauchen beginnen“, erklärt Markus Lindblad, Deutschland-Sprecher und Head of External Affairs bei VapeGlobe, einleitend zu den Umfrageergebnissen. Aber nicht nur wieso Minderjährige mit dem Qualmen beginnen, sondern auch in welchem Alter, ist überaus alarmierend. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der befragten Raucher:innen im Alter von 18 bis 25 Jahren gab an, noch vor dem 18. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen zu haben. Die Umfrage bestätigt also klar: Entgegen der Intension aller Verbote, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt ein Großteil der Minderjährigen eine Sucht nach Tabakprodukten – aus den vielfältigsten Gründen.

Gruppenzwang, Stress, rauchende Eltern: Deswegen raucht Deutschlands Jugend
Nicht nur Erwachsene befinden sich oft in schwierigen Situationen oder Lebensphasen, auch Jugendliche sind mit den unterschiedlichsten Stressoren konfrontiert. Denn nicht nur das Erwachsenwerden kann eine Herausforderung darstellen, auch Themen wie die Coronakrise, der Ukraine-Krieg oder der Klimawandel beschäftigt die jungen Menschen immer mehr.

Um mit diesen Belastungen klarzukommen, trifft man vielleicht nicht immer die für sich und seine Gesundheit besten Entscheidungen. Die Umfrage untermauert dies ganz klar. „Stress war der Hauptgrund (40 Prozent), weswegen die befragten Raucher:innen auf Zigaretten als Bewältigungsstrategie zurückgriffen“, stellt Lindblad fest. Doch das ist längst nicht der einzige Grund, warum junge Menschen zu rauchen beginnen. „Als zweithäufigste Ursache (35 Prozent) wurden Gruppenzwang und das Gefühl, dass man vor anderen – etwa Freund:innen – ‚cool‘ wirken wolle, genannt“, so der Deutschland-Sprecher weiter.

Anhand des dritten Platzes ist außerdem klar erkenntlich, dass Erziehungsberechtigte eine erhebliche Vorbildfunktion für ihre Kinder innehalten. Etwa ein Drittel der Befragten schaute sich den Konsum von Zigaretten bei den rauchenden Eltern ab. Ebenso besorgniserregende Gründe laut Lindblad: „Ganze 30 Prozent jener, die in jungen Jahren zu rauchen begannen, unterschätzten das Suchtpotenzial von Zigaretten und nahmen das Risiko auf die leichte Schulter. Tatsächlich probierte zudem fast ein Viertel der Befragten Kippen, da sie etwas Verbotenes tun beziehungsweise rebellieren wollten. Soviel zu den verbotenen Früchten.“

Zigaretten bleiben Einstiegsprodukt Nummer eins
Natürlich sind E-Zigaretten weitaus mehr verbreitet als noch vor einigen Jahren. Entgegen aller Behauptung, jene Produkte wären überwiegend dafür verantwortlich, dass die junge Generation dadurch überhaupt zu rauchen beginnt, beweist die Umfrage das genaue Gegenteil. „Fast 85 Prozent der Befragten gaben an, klassische Zigaretten wären das Produkt gewesen, das sie erstmalig zum Rauchen verleitete“, stellte Lindblad fest. Heute ist ein Großteil der Umfrageteilnehmer:innen besser informiert und kennt die Gesundheitsrisiken. Ganze 70 Prozent haben bereits versucht, das schwer überwindbare Laster niederzulegen. Dies zeigt: Ein Rauchstopp ist nie leicht, egal, ob man „erst“ seit drei Jahren täglich zur Zigarette greift oder bereits seit dreißig Jahren davon abhängig ist.

In jungen Jahren unterschätzen jedoch viele die Gefahr von Zigaretten, man war sich der gesundheitlichen Risiken nicht bewusst oder schlicht nicht ausreichend aufgeklärt. Viele Menschen unterschätzen jedoch die Gefahren von Zigaretten in jungen Jahren, sie waren sich der Gesundheitsrisiken nicht bewusst oder wurden einfach nicht ausreichend aufgeklärt. Ein großes Problem ist, dass Minderjährige in den Besitz dieser Produkte gelangen, obwohl es eine Altersbeschränkung für den Kauf gibt. „Der Kauf von Dritten und die Weitergabe von Tabakerzeugnissen an Personen unter 18 Jahren sollte viel strikter reguliert werden.

Das Bewusstsein von Personen, dass dies illegal ist und es bei einem Verstoß zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen kann, muss erhöht werden. Zudem sollten Verkaufsstellen das Alter von Käufer:innen immer kontrollieren. Wenn all dies geschähe, würden wahrscheinlich weniger Erwachsene am Verkauf solcher Produkte an Minderjährige beteiligt sein, was letztlich dazu führen würde, dass diese nicht so einfach in den Besitz derartiger Produkte gelangen“, so Lindblad abschließend. – Friederike Ossenschmidt, Fullstop

 

Bild: Haypp Group, Markus Lindblad, Deutschland-Sprecher bei VapeGlobe

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