Fr. Sep 30th, 2022

Berlin: Verbraucherschützer machen sich dafür stark, dass Privatleute und Firmen die Gasumlage nicht schon im Oktober zahlen müssen.
Die Chefin der Verbraucherzentralen, Pop, sagte, die Verordnung der Regierung sei ein Schnellschuss und handwerklich schlecht gemacht. Es sei zum Beispiel noch ungeklärt, ob Haushalte und Unternehmen mit Festpreisverträgen oder Fernwärmeversorgung die Umlage zahlen müssen oder ob andere Haushalte die Mehrbelastung zusätzlich tragen müssen. Laut Deutschlands oberster Verbraucherschützerin ist auch offen, wie und mit welchen Fristen die Energieversorger die Preiserhöhung an die Kunden weitergeben können. Pop ist deshalb dafür, die Gasumlage frühestens im November einzuführen. Mit den Einnahmen daraus sollen Gasimporteure vor der Pleite bewahrt werden, die wegen knapper Lieferungen aus Russland teuer nachkaufen müssen, um etwa Verträge mit den Stadtwerken einzuhalten. – BR

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