Fr. Aug 12th, 2022

Athen: In der Ägäis sind in den vergangenen Tagen mindestens 30 Flüchtlinge ertrunken.
Zahlreiche weitere werden noch vermisst. Das hat die griechische Küstenwache mitgeteilt. In der zurückliegenden Weihnachtsnacht sind demnach vor der Ferieninsel Paros 16 Leichen geborgen worden; ein Flüchtlingsboot war gekentert. Nahe Kreta waren vorgestern elf Menschen ums Leben gekommen, tags zuvor waren bei einem Bootsuntergang in der Nähe der Insel Folegandros drei Migranten gestorben. Die Opferzahl könnte wegen der vielen Vermissten noch deutlich steigen. Die Regierung in Athen hat der Türkei vorgeworfen, die Boote nicht am Auslaufen zu hindern. Schleuserbanden setzten morsche Kähne ohne Rettungsausrüstung ein. Auch vor italienischen Küsten häufen sich derzeit wieder die Unglücke. Hilfsorganisationen retteten gestern rund 200 Migranten aus Seenot. – BR

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