Mo. Mrz 8th, 2021

Die Kriminalpolizei warnt

Ingolstadt – Mehrere Tausend Euro erbeutete ein falscher Kundendienstmitarbeiter am Telefon. Sein Opfer hatte ihm Zugriff auf den Computer gewährt.

Am gestrigen Montag stellte eine 42-jährige Frau aus Ingolstadt Probleme beim Zugriff auf ihr Konto bei einer Handelsseite für Kryptowährungen fest. Sie kontaktierte daraufhin einen online-Kundendienst und bat dort einen angeblichen Servicetechniker um Hilfe.

Durch die Installation eines Fernwartungsprogramms gelang es dem Täter, den Transfer des Kontos auf eine andere Plattform zu erwirken und das Guthaben in Form von Bitcoin dann auf ein eigenes Konto zu transferieren. Es entstand ein Beuteschaden im mittleren vierstelligen Bereich.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen übernommen und warnt eindrücklich davor, fremden Menschen in Verbindung mit Banking-Anwendungen einen Fernwartungszugang zu ermöglichen.

 

Betrüger nimmt über Kleinanzeige Kontakt zu Opfer auf

Ingolstadt – Ende September 2020 bot ein 66-Jähriger aus dem Landkreis Eichstätt über eine Kleinanzeige im Internet Schlafzimmermöbel zum Verkauf an und wurde in der Folge Opfer eines dreisten Betrügers.

Aufgrund der Verkaufsanzeige nahm ein bisher unbekannter Mann, der sich „Richard Reagan“ nannte, per E-Mail Kontakt zu dem Verkäufer auf und gab vor, das Mobiliar kaufen zu wollen. Er teilte mit, dass er ein in Afghanistan stationierter Soldat sei und seinen Umzug nach Russland vorbereite. Die Möbel wolle er von einer Spedition abholen lassen. Den Verkauf wollte der Mann über einen bekannten Bezahlservice abwickeln, was letztlich aber nicht funktionierte.

Den E-Mail-Kontakt nutzte der angebliche Soldat, um den 66-Jährigen über Monate hinweg mit immer neuen erfundenen Geschichten und falschen Tatsachen wie Speditionskosten, Gebühren etc. zu zahlreichen Geldüberweisungen auf verschiede ausländische Konten zu bewegen. Bis Anfang Januar 2021 entstand so ein Schaden in sechsstelliger Höhe.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt, die diesen Fall bearbeitet, warnt eindringlich vor derartigen Machenschaften und gibt folgende Tipps:

– Wenn der Kontakt nur per Chat, Mail oder Telefon hergestellt werden kann, ist höchste Vorsicht geboten.
– Brechen Sie spätestens wenn Geldforderungen gestellt werden sofort jeglichen Kontakt ab.
– Gehen Sie nicht auf die Forderungen ein. Überweisen Sie auf keinen Fall Geld, lösen Sie keine Schecks ein, leiten Sie keine Briefe und Päckchen weiter oder bewahren diese auf.
– Machen Sie bereits geleistete Zahlungen, wenn noch möglich, sofort rückgängig.
– Speichern Sie alle Mails und Chat-Texte als Beweis auf CD oder USB-Stick.
– Informieren Sie unverzüglich die Polizei und erstatten Sie Anzeige. – Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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