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Bayerns Gesundheitsminister: Freistaat fördert Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen mit weiteren rund 566.000 Euro

München – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek treibt die Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegesektor weiter voran. Der Minister betonte am Donnerstag in München anlässlich der Übergabe eines Förderbescheids an das Bad Kissinger Zentrum für Telemedizin (ZTM) e.V.: „Für eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung auch in ländlichen Regionen ist die Digitalisierung besonders wichtig. Wir setzen daher unsere Unterstützung des ZTM e.V. verlässlich fort und fördern es in diesem Jahr mit rund 566.000 Euro.“

Holetschek betonte: „Die Digitalisierung hilft dabei, die medizinische und pflegerische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Bayern weiter zu verbessern. Das Zentrum für Telemedizin e.V. macht die Chancen der Digitalisierung für Patientinnen und Patienten, für Pflegebedürftige, für Leistungserbringer und für pflegende Angehörige erlebbar – und unterstützt so ihre Verbreitung.“

Seit seiner Gründung im Jahr 2012 wurde das Engagement des ZTM e.V. mit insgesamt knapp 5,5 Millionen Euro vom bayerischen Gesundheitsministerium gefördert. Während in den ersten Jahren der Fokus auf dem Einsatz von Telemedizin in Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld lag, engagiert sich der Verein seit 2020 verstärkt für die Nutzung der Chancen von E-Health und E-Care in ganz Bayern. Außerdem betreibt der Verein einen Showroom in Bad Kissingen, der inzwischen auch virtuell besucht werden kann.

Holetschek erläuterte: „Der ZTM e.V. vernetzt zudem die Sektoren Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Arztpraxis, Krankenhaus, Rehabilitation und Pflegeeinrichtung. Für mich ist dabei klar: Im Mittelpunkt der Digitalisierung muss immer der Patient stehen. Die Digitalisierung soll keinesfalls den persönlichen Kontakt ersetzen. Digitale Prozesse entlasten und schaffen so mehr Zeit für andere Aufgaben. Sie verbessern das, worauf es am meisten ankommt: die Versorgungsqualität und die Patientenzufriedenheit.“

Holetschek betonte: „Digitale Formate wie zum Beispiel die Videosprechstunde haben sich in der Pandemie etabliert und bewährt. Es gilt nun, diese Entwicklungen weiter zu verstetigen und zugleich die Potenziale der Digitalisierung nachhaltig zu heben.“

Das Grundprinzip von Telemedizin besteht darin, dass sich Arzt und Patient nicht zu jedem Kontakt an einem Ort treffen müssen. Stattdessen kann ein Kontakt auch über Telefon beziehungsweise Videokommunikation und die elektronische Übermittlung von Vitaldaten erfolgen. Dadurch sparen sich Arzt wie Patient Fahrzeiten- und Reisestrapazen. Insbesondere für ältere Patientinnen und Patienten und Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum kann Telemedizin daher eine erhebliche Entlastung sein. – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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